Er wollte einfach weitermachen, doch so glatt lief es dann nicht – den Start seiner neuen Kommission „Barroso II“ hatte sich Kommissions-Präsident José Manuel Barroso irgendwie unkomplizierter vorgestellt. Mehrere Kandidaten machten bei der obligatorischen Befragung durch das Europäische Parlament keine gute Figur, es folgten heftige Debatten und der Rücktritt der bulgarischen Kandidatin für die Kommission, Rumjana Jelewa. Das EU-Parlament zeigte sich von der Wahl der meisten Kandidaten nicht begeistert. Anfang Februar billigte es trotz fast dreimonatiger Verspätung mit großer Mehrheit die neue Kommission : 488 Abgeordnete stimmten für die 26 Kandidaten, 137 dagegen, 72 enthielten sich. Kommissionspräsident Barroso war bereits letztes Jahr in seinem Amt bestätigt worden. Eine Woche später, am 17. Februar, trat die Kommission zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Auf der Agenda standen dabei u.a. die griechische Finanzkrise sowie die neue Wirtschaftsstrategie der EU. Ob „Barroso II“ handlungsfähig ist, wird sich noch zeigen – zumindest formal hält sie nun nichts mehr davon ab, die Arbeit aufzunehmen.
Foto : Audiovisueller Dienst der Europäischen Kommission










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