Für großen Trubel und Jubel sorgte die erste Europareise von US-Präsident Barack Obama vergangene Woche. Zuerst nahm das amerikanische Staatsoberhaupt an dem G-20 Gipfel in London teil, im Anschluss daran standen seine Frau Michelle und er im Mittelpunkt bei den Jubiliäumsfeiern zum 60. Jahrestages der NATO, und kurz darauf ging es zum Amerika-Europa Gipfel nach Prag. In der Hauptstadt des aktuellen EU-Vorstandslands Tschechien erorberte Obama nicht nur die Herzen der Tschechen, sondern von allen europäischen Bürgern. Der US-Präsident setzte auf seiner gesamten Reise auf Zurückhaltung und zeigte, dass er zuhören kann und will. Darüber hinaus verdeutlichte er den Kurswechsel der amerikanischen Regierung, für die von nun an Klimaschutz und multilatrale Zusammenarbeit zentrale Themen sind. Um Unterstützung bat Obama die Europäer bei der Lösung des Konfliktes in Afghanistan und bei der Aufnahme von Häftlingen aus Guantanamo, um eine baldige Schließung des Gefängnisses vornehmen zu können. Für Aufsehen sorgte auch sein Vorstoß, die nukleare Abrüstung voranzutreiben. Überraschende Solidarität zeigte der Amtsträger mit der Türkei ; sie ist nicht nur die nächste Station seiner Reise, sondern er plädierte auch für eine Aufnahme der Türkei in die EU. Eine Forderung, die allerdings auf wenige Sympathien beim deutsch-französischen Führungsduo Merkel und Sarkozy stößt.
Bildquelle : NATO


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