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En baisse
Silvio Berlusconi : Reich sein reicht nicht

Immer mehr Italiener und Italienerinnen sagen „Basta“ - sie wollen, dass endlich Schluss ist mit Silvio Berlusconi, dem reichsten, mächtigsten und umstrittensten Mann des Landes. Sie fordern Berlusconis Rücktritt. Nach der „Ruby-Affäre“ (Berlusconi soll eine Minderjährige für Sex bezahlt haben) reicht es vielen ein für alle mal.

Diese Situation des „Silvio-Überdrusses“ ist nicht neu. Diesmal könnte es aber tatsächlich passieren, dass Berlusconi keinen Ausweg mehr findet : Sein Image ist aufgrund des Sex-Skandals stark lädiert (im katholischen Italien kein kleiner Makel), in der Abgeordnetenkammer des Parlaments ist Berlusconis Mehrheit futsch. Die italienische Wirtschaft geht seit Jahren den Bach hinunter. Und es gibt nur noch wenige ausländische Regierungschefs, die Berlusconi als Partner ernst nehmen - dass Lybiens zwielichtiger Chef Muammar al-Gaddafi und der „lupenreine“ Demokrat Vladimir Putin dazugehören, spricht nicht unbedingt für Berlusconi.

Silvio Berlusconi als italienischer Regierungschef scheint mehr und mehr unhaltbar zu werden. Problem : Die Opposition ist eher schwach, was in der Vergangenheit dazu führte, dass Berlusconi doch wieder nach der Macht greifen konnte. Erstmal muss Berlusconi am 14. Februar ein weiteres Gerichtsverfahren überstehen. Image-fördernd im positiven Sinne dürfte das nicht sein.

Artikellogo : flickr/Spartan Red 1492


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